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 Hessische Staatskanzlei
07.10.2020

Hessische Landesregierung fördert Diakonisches Werk Offenbach-Dreieich-Rodgau mit mehr als 5.000 Euro

Visual Förderprogramme
Visual Förderprogramme © Hessische Staatskanzlei

Staatsminister Axel Wintermeyer: „Die Freiwilligen-Projekte tragen dazu bei, dass in Hessen das Ehrenamt vorbildlich gelebt wird“

Hessen setzt aufs Ehrenamt, denn es hält eine Gesellschaft zusammen. Auch in Zeiten von Corona, wo Abstand gewahrt werden muss und persönliche Treffen nicht immer möglich sind, bleiben die freiwilligen Helferinnen und Helfer aktiv. Das Diakonische Werk Offenbach-Dreieich-Rodgau möchte einen Teil seiner Angebote ins Internet verlagern. Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat dafür eine Förderung über 5.250 Euro auf den Weg gebracht. Damit kann die Diakonie die nötige Hard- und Software anschaffen und ihre Projekte „Chancenpatenschaften zwischen Alt & Jung“ sowie die „Auszeitgruppen für Menschen mit Demenz“ auch digital anbieten.

„Hessen ist an der Spitze des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland. Fast zweieinhalb Millionen Menschen engagieren sich in Verbänden, Vereinen, Stiftungen oder privaten Initiativen und tragen zu einem gelingenden Miteinander in unserem Land bei. Auch die langjährigen Freiwilligen-Projekte der „Winkelsmühle“ in Dreieich tragen dazu bei, dass in Hessen das Ehrenamt vorbildlich gelebt wird. Sie werden nun mit Hilfe digitaler Formate weiterentwickelt. Dies ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Digitalisierung den Menschen dienen kann, wenn der persönliche Kontakt wie zurzeit aufgrund der Corona- Pandemie sehr eingeschränkt ist“, sagte Staatsminister Wintermeyer.

Beim Projekt „Chancenpatenschaften“ kommen überwiegend ältere Menschen zum Einsatz, die sich für benachteiligte junge Menschen mit oder ohne Fluchthintergrund einsetzen. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer werden zukünftig regelmäßig Lese- oder Sprachtraining auf digitalen Kanälen anbieten. Bei den „Auszeitgruppen für Menschen mit Demenz“, ist geplant, die Betroffenen mit Videos zu begleiten. Es sollen beispielsweise Bewegungsübungen gezeigt oder Geschichten vorgelesen werden. Auch ein Kontakt über Video-Chat ist geplant.

„Die Projekte des Diakonischen Werkes sind beispielgebend. Sie unterstützen Menschen, die Hilfe benötigen und fördern dadurch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dies ist nur durch den unermüdlichen Einsatz der freiwilligen Helferinnen und Helfer möglich, denen ich meinen Dank und meine Anerkennung ausspreche. Ehrenamt verbindet, es ist der Kitt für unsere Gesellschaft – gerade auch in herausfordernden Zeiten wie diesen“, sagte Staatsminister Wintermeyer.

Hintergrund

Die Förderung des Ehrenamtes durch die Hessische Landesregierung ist vielfältig und umfasst alle gesellschaftlichen Bereiche. Zum ersten Mal hat sie im September 2020 mit dem „Bericht zur Förderung des Ehrenamtes durch die Hessische Landesregierung“ eine Bestandsaufnahme der Förderprogramme und Anerkennungsmaßnahmen vorgelegt. Insgesamt investiert das Land im Jahr 2020 rund 19,6 Millionen Euro, um die Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche stetig zu verbessern, die Anerkennung weiter zu fördern und noch verlässlichere Strukturen zu schaffen.

Anträge auf Unterstützung durch die 500.000 Euro umfassende Ehrenamts-Förderrichtlinie können Initiativen, Feuerwehren, Freiwilligenagenturen, gemeinnützige Organisationen (Vereine, Stiftungen, Unternehmen), Verbände und kommunale Gebietskörperschaften stellen. Hier können unter anderem Freiwilligentage, Schulungen und Veranstaltungen gefördert werden, die dazu dienen, den Aktiven zu danken. Über die Richtlinie können auch Digitalisierungsmaßnahmen für die Ehrenamtlichen finanziell unterstützt werden. Dazu zählen zum Beispiel Fortbildungen und der Aufbau von Datenbanken.

Eine detaillierte Auflistung des Engagements der Landesregierung fürs Ehrenamt und den Ehrenamtsbericht finden Sie online unter https://www.deinehrenamt.de.