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 Hessische Staatskanzlei
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07.04.2026

Ehrenamtspreis für jüdisches Leben in Deutschland

© Henning Schacht
Seit dem Jahr 2022 lobt der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, den Ehrenamtspreis für jüdisches Leben in Deutschland aus. Mit dem Preis soll ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet werden, das jüdisches Leben in Deutschland stärkt und sichtbar macht. Bewerben können sich Einzelpersonen, Vereine, Initiativen oder Gruppen wie etwa auch Schulklassen. Um gerade auch junge Menschen zum Mitmachen zu motivieren, wird der Preis in zwei Kategorien vergeben: Eine Kategorie richtet sich an junge Menschen unter 27 Jahren, die andere gilt ohne Altersbeschränkung. Beide Preiskategorien sind mit je 5.000 Euro dotiert. Ganz bewusst richtet sich der Preis an kleinere Initiativen, die teils seit vielen Jahren aktiv sind, aber im Vergleich zu hochprofessionellen, groß aufgestellten Projekten, bislang eher unbekannt geblieben sind.

„Ich habe diesen Preis ins Leben gerufen, weil ich jüdisches Leben in Deutschland fördern möchte. Das heißt nicht, dass die Erinnerung an jüdisches Leben und an jüdische Geschichte nicht wichtig wäre und es natürlich auch weiterhin sein wird. Aber, und darum geht es mir als Beauftragtem der Bundesregierung eben auch, die jüdische Gegenwart in Deutschland verdient viel mehr Aufmerksamkeit!“ - Dr. Felix Klein

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige Fachjury. Sie besteht in diesem Jahr aus:

  • Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus
  • Shila Erlbaum, Abteilungsleiterin Politik und Religion beim Zentralrat der Juden in Deutschland (ZdJ)
  • Dalia Grinfeld, Stellvertretende Direktorin für Europäische Angelegenheiten bei der Anti-Defamation League (ADL)
  • Jan Holze, Gründungsvorstand der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt
  • German Djanatliev, Religionslehrer und Leiter des Erziehungswesens der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg
  • Dr. Erik Lindner, Geschäftsführer der Axel-Springer-Stiftung

Dr. Felix Klein: "Bei meinen Begegnungen, etwa auf Veranstaltungen, bin ich immer wieder erstaunt, wieviel ehrenamtliches Engagement es tatsächlich gibt. Ich habe viele, sehr engagierte und interessierte Menschen getroffen, die das Rückgrat unser Zivilgesellschaft bilden, mithin unserer Demokratie und unseres Staates. Der Ehrenamtspreis soll somit zugleich Dank, Anerkennung und auch ein Ansporn sein."

Gesucht: engagiert, ehrenamtlich aktiv, jung und alt
Zur Bewerbung sind alle Menschen aufgerufen, deren Organisationen bzw. Projekte sich für das Judentum und die Sichtbarmachung jüdischer Stimmen und Perspektiven in Deutschland engagieren. Nicht teilnahmeberechtigt sind rein oder weitgehend hauptamtliche Projekte oder Projektträger.

Bewerben Sie sich jetzt, wenn Ihr Projekt

  • jüdisches Leben in seiner Vielfalt zeigt oder stärkt
  • zum Abbau von Vorurteilen, Unkenntnis und Klischees beiträgt
  • die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt
  • jüdische Gegenwart im gesellschaftlichen Kontext zeigt und dazu beiträgt, sie als selbstverständlichen und integrativen Bestandteil der Gesellschaft wahrzunehmen
  • sich mit säkularem oder religiösem jüdischem Leben in Deutschland auseinandersetzt
  • erfolgreiche Wege zur Wissensvermittlung über gegenwärtiges jüdisches Leben im Bildungsbereich aufzeigt
    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

So geht’s: Bewerbungsverfahren
Sie möchten sich bewerben? Füllen Sie das Bewerbungsformular (siehe unten) aus und senden Sie es bis zum 31. Mai 2026 an bewerbung.ehrenamtspreis@bmi.bund.de. Ein Anschreiben in der Bewerbungs-E-Mail ist nicht notwendig.

Nach dem Eingang Ihrer Bewerbung erhalten Sie eine Bestätigungsmail. Die feierliche Preisverleihung findet am 2. September 2026 in Berlin statt.
Wir danken der WALL AG für die große Unterstützung bei der Anzeigenkampagne für den diesjährigen Ehrenamtspreis.

Hier gibt es alle Informationen.

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Veranstalter Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus