Bürgerstiftungskongress 2026
Beim diesjährigen Bürgerstiftungskongress am 18. und 19. September in Köln wird diesen Fragen gemeinsam nachgegangen. Im Mittelpunkt steht dabei die Idee der „Dritten Orte“, also Orte jenseits von Zuhause und dem Arbeitsplatz. Bürgerstiftungen entwickeln hierfür vielerorts kreative und ganz unterschiedliche Ansätze, von Werkstatt-Cafés über Pop-up-Projekte bis hin zu soziokulturellen Zentren und offenen Begegnungsräumen.
Programm:
Freitag, 18. September 2026
12:00 Uhr | Ankommen und Mittagsimbiss
13:00 Uhr | Begrüßung und Einführung in die Themen des Kongresses | Ulrike Reichart, Leiterin Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands; Dr. Thomas Suermann, Vertreter des Vorstands der Fritz Thyssen Stiftung; Julia Weitzel, Arbeitskreisleiterin im Bundesverband Deutscher Stiftungen
13:30 Uhr | Input und Gespräch: „Mitten im Miteinander - wo Menschen sich treffen“ | Katarina Peranić, Geschäftsführerin More in Common Deutschland
Anschließend moderiertes Gespräch mit Bürgerstiftungsakteur*innen | Stefan Hoog, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Grenzach-Wyhlen; Elizaveta Khan, Geschäftsführerin der Stiftung KalkGestalten; Tobias Bäcker, pro loco, Projektberatung Gute Orte GmbH und Vorstand der Bürgerstiftung Rohrmeisterei Schwerte; Katarina Peranić, Geschäftsführerin More in Common Deutschland; Moderation Johannes Schröer, stellvertretender Chefredakteur und Leitung Newsdesk, domradio
14:45 Uhr | Kaffeepause
15:15 Uhr | Austausch an den Thementischen Runde 1:
Tisch 1: Gut aufgestellt: Dritte Orte nachhaltig finanzieren | Ulrich Bähr, Vorstand CoWorkLand, und Tobias Bäcker, Ehrenamtlicher Vorstand der Bürgerstiftung Rohrmeisterei Schwerte | Wie lassen sich Dritte Orte langfristig finanzieren? Im Fokus stehen Fördermittel, Fundraising, Kooperationen und nachhaltige Finanzierungsmodelle.
Tisch 2: Beständig bleiben: Dritte Orte dauerhaft verankern | Julia André, Leiterin Bereich Alter und Demografie, und Dorothea Kerrutt, Programmleiterin Engagement und Begegnung der Körber-Stiftung, sowie Rita Marsmann, ServiceStelle Leitung Beratung und Buchung der Wiesbaden Stiftung | Wie können Dritte Orte langfristig an einem festen Standort etabliert werden? Wir sprechen über nachhaltige Strukturen, lokale Verankerung und die dauerhafte Nutzung als lebendiger Ort der Begegnung.
Tisch 3: Kooperationen vor Ort aufbauen | Harriet Völker, Programmreferentin bei Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken, und Irene Armbruster, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung Stuttgart |Tragfähige Kooperationen mit Kommune, Zivilgesellschaft und Wirtschaft sind zentral für den Erfolg Dritter Orte. Wie können gemeinsame Verantwortung und abgestimmte Interessen die Nutzung, Akzeptanz und langfristige Entwicklung stärken?
Wechselpause
16:15 Uhr | Austausch an den Thementischen Runde 2 | Parallel dazu gibt es die Möglichkeit zur Vernetzung von Initiativen und neuen Bürgerstiftungen zu aktuellen Fragen und Herausforderungen.
17:00 Uhr | Ende der Veranstaltung in der Fritz Thyssen Stiftung
18:30 Uhr | „BANK-ett für Begegnung“ | Veranstaltungsort: Ottmar-Pohl-Platz 5, 51103 Köln-Kalk | Das „BANK-ett für Begegnung“ auf dem Ottmar-Pohl-Platz wird zu einem lebendigen Dritten Ort mit interkulturellem Buffet und musikalischen Beiträgen. Es wird gemeinsam mit der Stiftung KalkGestalten, dem Integrationshaus Köln, dem HoR Köln und der Software AG – Stiftung organisiert.
Samstag, 19. September 2026
09:00 Uhr | Begrüßung und Einführung in den Tag | Ulrike Reichart, Leiterin Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands
09:30 Uhr | Dritte Orte aus juristischer Sicht - eine Checkliste | Prof. Dr. Burkhard Küstermann, Hochschule Bielefeld, Jurist, Gemeinnützigkeitsrecht | Die Initiierung und Organisation von Dritten Orten durch eine Bürgerstiftung kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen: Die Bürgerstiftung fördert bereits bestehende Dritte Orte. Die Bürgerstiftung organisiert den Dritten Ort in eigener Verantwortung. Die Bürgerstiftung kooperiert mit anderen Einrichtungen. Je nach Vorgehensweise ergeben sich für die Bürgerstiftungen andere (steuer-)rechtliche und versicherungsrechtliche Fragen. Der Input möchte Ideen an die Hand geben, an welche juristischen Gesichtspunkte im Einzelfall zu denken ist.
10:15 Uhr | Austausch an Thementischen:
1. Pop-ups & temporäre Dritte Orte | Andrea Nerger, Vorstandsmitglied, und Andreas Kluge, geschäftsführender Vorstand der Bürgerstiftung Taunusstein sowie Bürgerstiftung Braunschweig und Heilbronner Bürgerstiftung (angefragt) | Temporäre Dritte Orte ermöglichen schnelles Ausprobieren und niedrigschwellige Zugänge, aktivieren lokale Netzwerke und machen das Potenzial von Räumen sichtbar – oft als erster Schritt zu dauerhaften Orten.
2. Immobilien & Räume entwickeln | Bernadette Hellmann und Sabine Kotulla, Stiftung Aktive Bürgerschaft, und Winfried Ripp, Bürgerstiftung Dresden und Regionalkurator für Sachsen, Brandenburg und Berlin | Wie entwickelt man eine Immobilie zu einem Dritten Ort? Im Workshop geht es um Nutzungskonzepte, Anforderungen an Räume, mögliche Herausforderungen und die Frage, wie aus einer Immobilie ein lebendiger Ort für Gemeinschaft entstehen kann.
3. Ehrenamtliche gewinnen und binden | Franz-M. Schäfer, Leitung juristische Beratung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt | Ehrenamtliches Engagement ist zentral für lebendige Dritte Orte. Im Fokus stehen die Gewinnung und langfristige Bindung von Engagierten, klare Rollen sowie wertschätzende Strukturen für nachhaltige Mitarbeit.
11:00 Uhr | Pause
11:15 Uhr | Austausch an den Thementischen:
1. Bürgerstiftungen als Dienstleisterinnen | Viele erfolgreiche Bürgerstiftungen bieten die Verwaltung von Treuhandstiftungen und/oder rechtlich selbstständigen Stiftungen als Dienstleistung an. Die Angebote, die in diesem Zusammenhang von Seiten der Bürgerstiftungen gemacht werden, können unterschiedlich ausgestaltet und mit unterschiedlichen Kosten verbunden sein. Der Workshop möchte mit den Teilnehmenden darüber ins Gespräch kommen, welche Dienstleistungen im Einzelfall bewusst (nicht) angeboten werden und wie eine mögliche Vergütungsstruktur hinter dem jeweiligen Angebot aussieht.
2. Zusammenspiel von Ehrenamt und Hauptamt | Wie kann das Zusammenspiel von Ehrenamt und Hauptamt gut funktionieren? Wir möchten Rollen, Verantwortlichkeiten und klare Strukturen im gemeinsamen Arbeitsalltag beleuchten. Erörtert wird außerdem, wann der Aufbau einer Geschäftsstelle sinnvoll ist, welche Aufgaben hauptamtlich getragen werden sollten und wie beide Seiten konstruktiv zusammenarbeiten können.
3. Die eigene Bürgerstiftung in die Öffentlichkeit bringen | Wie schaffen wir mehr Aufmerksamkeit für unsere Arbeit und erreichen die richtigen Zielgruppen?
12:45 Uhr | Abschluss und Ausblick
13:00 Uhr | Ende der Veranstaltung und Mittagsimbiss
Hier geht es zu weiteren Infos und zur Anmeldung. Die Anmeldung ist bis zum 04. September 2026 möglich.
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Apostelnkloster 13-15, 50672 Köln
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Tel. +49 (0)30 897 947 - 92
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